AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG RYBN.ORG // ZUGZWANG

RYBN.ORG, “Die Bewegung der Hände bei digitaler Arbeit”, 2018

RYBN.ORG
ZUGZWANG

Ausstellungseröffnung: 09.11.2018 // 19:00 Uhr

Ausstellungsdauer: 09.11.2018 – 01.12.2018
Die Ausstellung ist Teil der Digitale Düsseldorf 2018

Der sogenannte Zugzwang beschreibt eine Situation im Schach, in der sich der Spieler gezwungen sieht, einen Zug zu führen aus dem sein Nachteil – zumeist der Verlust einer Spielfigur – resultiert. RYBN.ORG projizieren diesen Zugzwang auf das Arbeitsleben, wobei die Abhängigkeit in prekärer, unsicherer Beschäftigung das wohl stärkste Beispiel eines solchen Zwangs darstellt. Dem entgegen steht die Idee der Automation von Arbeit zum Wohle des Arbeiters, der einfachen Idee folgend, dass maschinell verrichtete Arbeit eine geringere Belastung für den Arbeitnehmer bedeutet und zu einer erhöhten Produktion führt. In Zeiten der Digitalisierung übernehmen Algorithmen rechenintensive wie monotone Aufgaben. Einer Faszination aus dem frühen 19. Jahrhundert folgend befragen RYBN.ORG die Automation eines Schachspiels ebenso wie die digitaler Arbeit – in einer raumgreifenden Installation, die in den vergangenen zwei Wochen von der französischen Künstlergruppe im Walzwerk Null entwickelt und installiert wurde.

In chess, “Zugzwang” is a situation where one player forces his opponent to move to a weaker position. All choices left to the opponent will inevitably lead him to a disadvantage. At the same time, Zugzwang is the perfect metaphor for the situation we are put in by the spread of the disruption economy and the generalization of the cybernetic management of labor.
In order to achieve the highest revenues and best tax cuts possible, Silicon Valley has developed cunning strategies that weaken the workers‘ economic benefits to the lowest degree. This facade extends to the marketed “smart products” that have also been exposed as a fraud. The smart services powered by so-called artificial intelligence are operated by an army of underpaid offshore workers, who are put to work to maintain the illusion.
The exhibition Zugzwang proposes a journey behind the curtain of the forgery of complex algorithms and modern AIs. Virtual assistants, chat-bots and even self-driving cars reveal the contemporary conditions of work within the cybernetic regime of labor. The project opposes the Silicon Valley propaganda by documenting the history of this technological hoax as well as the actual fraudulence of Artificial Intelligence, Faux-AI and Pseudo-AI and paints a panorama of technologies that are governed by storytelling.

Zugzwang has been produced with the support of PACT Zollverein, Walzwerk Null, PAMAL (ESA Avignon) and with the contribution of Marie Lechner.

Ein zweiter Teil der Arbeit – RYBN.ORG // AAI-CHESS – ist als Teil der Gruppenausstellung der Digitale im Weltkunstzimmer zu sehen.
Ausstellungseröffnung 09.11.2018 // 19:30

http://die-digitale.net/rybn-org/

Ausstellungseröffnung ANNELOT MEINES // THE PROBLEM WITH PHOTOGRAPHY

Annelot Meines
The Problem with Photography

Eröffnung 22.06.2018 19:00 Uhr

Annelot Meines hat ein Problem mit der Fotografie. Am Ende ihres Fotografie-Studiums an der FH Dortmund muss Sie feststellen, dass ihr Verhältnis zur Fotografie wie eine belastete Beziehung zu einem geliebten Menschen ist. Zeitgenössische Fragestellungen der Fotografie werden in Annelot Meines Masterarbeit als die Probleme einer Person adressiert und diskutiert. Mittels wöchentlicher Übungen, Beziehungstherapie und Forschung versucht sie herauszufinden, wer die Fotografie genau ist, wie eine Beziehung zu ihr funktionieren kann und was es bedeutet eine gute Fotografin zu sein.

Öffnungszeiten
Freitag 22.06.2018 19:00 – 0:00
Samstag 23.06.2018 12:00 – 17:00
Sonntag 24.06.2018 Auf Anfrage

JOANNA KISCHKA WHAT EXPLAINS EVERYTHING EXPLAINS NOTHING IN PARTICULAR

JOANNA KISCHKA
WHAT EXPLAINS EVERYTHING EXPLAINS NOTHING IN PARTICULAR

05.05. – 09.06.2018
Ausstellungseröffnung Samstag 05.05.2018 // 16 Uhr

Europa als große Erzählung erzählt nicht allen alles. Und nicht allen das gleiche. 70 analoge Mittelformatrollen, Handyvideos und 26 Interviews mit Partnern aus allen Bevölkerungsschichten hat sie mitgebracht. Joanna Kischka war sechs Monate in Polen. Überall in Polen, nicht nur in Krakau, Danzig und Warschau, sondern auch dort, was man nicht Metropole nennen kann und mit 40% der Bevölkerung einen großen Teil des Landes ausmacht. Ihre Reise war persönlich, aber auch politisch motiviert. Sie wollte verstehen, wie die Spaltung zustande kam und fand ein Land, dessen Spaltprodukte überall sichtbar waren: Die politischen Fundamente des Landes scheinen neu gegossen zu werden.

Ausstellungseröffnung Arno Schidlowski // Repetition and Contradiction

Das Walzwerk zeigt anlässlich Des Duesseldorf Photo Weekend 2018 Arbeiten des Photografen Arno Schidlowski.

Ausstellungseröffnung 16.02.18 18 Uhr

Öffnungszeiten zum Düsseldorf Photo Weekend:
Samstag 17.02. 14 – 20 Uhr – 17 Uhr Führung
Sonntag 18.02. 12 – 18 Uhr – 17 Uhr Führung

Arno Schidlowski // Repetition and Contradiction

Die Ausstellung REPETITION AND CONTRADICTION des Fotografen Arno Schidlowski wiegt den Betrachter mit Darstellungen von der Schönheit organischer Natur zunächst in vermeintliche Sicherheit. Die Bilder versetzen in einen traumartigen, meditativen Zustand. Doch nachdem der Sinn dieser falschen Spur der Illusion einen Augenblick bereitwillig gefolgt ist, erwacht gleichzeitig die Frage nach der Wirklichkeit. Die fragmentarischen Aufnahmen schaffen eine Kulisse von Wiedersprüchen zwischen Natürlichkeit und Inszenierung, Lebendigkeit und Vergänglichkeit. Arno Schidlowskis Kontinuität der Motivsprache erschafft diese Dualität: eine Poetik, die sich fernab von Raum und Zeit befindet – und ein Spannungsfeld in dem Vertrautes und Neues, Wissen und Wahrnehmung, Ratio und Emotion auseinanderdriften und dennoch eine Einheit bilden dürfen.

The exhibition REPETITION AND CONTRADICTION by the photographer Arno Schidlowski initially dandles the viewer into alleged security with depictions of the beauty of organic nature. The images put you in a oneiric, meditative state. But after the senses have followed this trap of illusion, the question of reality awakens. The fragmentary images create a backdrop of contradictions between naturalness and staging, liveliness and transience. This duality is created by Arno Schidlowski’s continuity of the motif language: a poetics that is far removed from space and time – and a field of tension in which the familiar and the new, knowledge and perception, ratio and emotion drift apart and yet form a unity.

Ausstellungseröffnung CONRAD MÜLLER / DAS MURMELN DER OLIVEN

Ausstellungseröffnung: Sonntag 12.11.2017

Das Walzwerk zeigt anlässlich von „die digitale“ Arbeiten des in Düsseldorf lebenden Künstlers Conrad Müller.

Conrad Müllers Kunst schafft eine abstrakte Realität jenseits von Zeit und Raum.
Zu sehen sind schwarz-weiße Fotografien, die changieren zwischen Sichtbarkeit und Verhüllung, Helligkeit und Dunkel. Die Arbeiten provozieren durch die ungewohnte Kombination analoger und digitaler Techniken den Wunsch, im Rauschen des Filmkorns etwas Konkretes zu erkennen. Dabei entziehen sie sich der abbildenden Funktion der Fotografie und sperren sich gegen die Möglichkeit zur Reproduktion.
Statt dessen fordern sie eine besondere Konzentration des Sehens und eine Entschleunigung der Wahrnehmung